Die e-ID ist ein weiterer Schritt in die weltweite Digitalisierung, welche all unsere Daten milliardenfach ins Silicon-Valley spediert. Jedoch, langsam merken wir: Das Leben, die Natur, wir selbst - alles ist analog.
«E-ID und BigTech: Die unerkannte Gefahr»
Die grösste Gefahr entspringt der eID erst auf den Firmen-Websites: Diese spedieren die Daten von sich aus ins Silicon-Valley - neu mit amtlicher Beglaubigung!
o BigTech weiss, wenn wir uns mit der eID angemeldet haben
o Die Daten darüber gewinnt Gugl aus den Konzern-Websites
o Diese Websites spedieren die User-Daten ins Silicon-Valley
o Deren amtliche Beglaubigung steigert den Wert der Daten
o Gugl 'sieht', wer sich auf einer Website mit der eID ausweist
o Dezentrale Daten kommen bei BigTech wieder zusammen
o Gugl 'sieht' auch, wer welche digitalen Währungen wie braucht
Es geht nicht um die Passdaten selber, sondern es geht darum, dass man sich mit der eID bei einer Website angemeldet hat. Darum geht's. Und das hat grosse Konsequenzen. Wo gewinnt Big Tech diese Daten? Von den Websites der Unternehmer, die uns etwas anbieten, wofür wir die eID brauchen. Egal wie ausgeklügelt das staatliche Vertrauensnetzwerk ist, dieser Datenraub geschieht erst danach: Bei den tausenden Unternehmen, denen wir die eID zeigen.
eID und Big Tech: Die unerkannte Gefahr. Erinnern Sie sich an den Auftritt von Monika Amgwerd in der Arena vom 05.09.25? Auf den Abstimmungsflyern ihrer Partei, der Digitalen Integrität, steht der Mega-Albtraum an vorderster Stelle: Big Tech! In der Arena hat Amgwerd oft vor dem versteckten Problem gewarnt, dass unsere Daten bei unzähligen Firmen herumliegen werden, von wo sie leicht in Besitz von Big Tech übergehen.
Woher hat Amgwerd diese, wahre, Information? Sie hat zweitausend Stunden investiert, um sich zu informieren, insbesondere auch ausserhalb der Bubble, zum Beispiel bei den Partizipationsmeetings, bei denen der Bund viele Aufschlüsse gab, wo ich mich auch informierte und woraus beispielsweise das Video entstand darüber, dass der Bund vorgängig das Deutsche Fraunhofer-Institut beauftragt hat, um herauszufinden, in welchen Bereichen sich die eID für die Schweiz überhaupt lohnt.
Ein Interview vom 24.09. der Schweizer Zeit mit dem Titel 'Sicherheitsfachmann warnt', zählt der Informatiker Christian Huber drei Punkte auf - und vor dem dritten gefährlichsten Punkt, Big Tech, wird das Interview beendet. Er kann seinen wichtigsten dritten Punkt, Big Tech, nicht mehr ausführen.
Allgemein wird über diesen äusserst wichtigen Punkt sehr wenig berichtet. Doch er ist entscheidend. Ich bin seit dreissig Jahren IT-Unternehmer. Seit drei Jahren betreibe ich die Domain blog.muinar.ch, auf der es darum geht, wie Big Tech uns die Daten abnimmt. Big Tech nimmt uns auch bei der eID grosszügig Daten ab. Und zwar nicht die Passdaten selber, sondern die Tatsache, sich mit der eID bei einer Website angemeldet zu haben. Ich denke, das ist eine wichtige Unterscheidung. Es geht nicht um die Passdaten selber, sondern es geht darum, dass man sich mit der eID bei einer Website angemeldet hat. Darum geht's. Und das hat grosse Konsequenzen.
Wo gewinnt Big Tech diese Daten? Von den Websites der Unternehmer, die uns etwas anbieten, wofür wir die eID brauchen. Egal, wie ausgeklügelt das staatliche Vertrauensnetzwerk ist, dieser Datenraub geschieht erst danach bei den tausenden Unternehmen, denen wir die eID zeigen. Bei den WordPress-Websites, welche ihre eigenen Besucherdaten ins Silicon Valley schicken, bei deren Excel-Tabellen und Word-Dokumenten, welche in der Office365-Cloud in den USA gespeichert werden. Am Ende landen die Daten immer bei Big Tech, bei Google und Co., neu mit Pass, mit der amtlichen Beglaubigung, dass man sich mit der eID angemeldet hat, dass man der ist, für den man sich ausgibt.
Auf blog.muinar.ch beschreibe ich seit Jahren, wie der Datenklau bei den WordPress- und anderen Fertig-Websites funktioniert. Was ist eine Fertig-Website? Eine von Werk aus fertig programmierte Website, in die man Texte und Bilder füllt und sie dann auf den Server lädt, damit sie online ist. Fertig-Websites gibt es von WordPress, Jimdo, Joomla und anderen Konzernen. Sie haben zahlreiche Google-Tools bereits eingebaut, welche die Daten der *eigenen* Besucher direkt ins Silicon Valley speditieren, indem sie die Einrichtung bequem machen und diverse Google-Services einbinden, wie Google Fonts, Google Maps, YouTube-Videos und andere.
Das ist natürlich von Google und Co. genau so beabsichtigt: Bequemlichkeit gegen Daten! So ist das ganze Prinzip. Und traditionell programmierte Websites in HTML sind nach wie vor überwachungsfrei. Dieser Datentransfer von WordPress und Co. ins Silicon Valley findet immer statt. Jeden Tag, jede Woche, das ganze Jahr über. Die Daten der *eigenen* Besucher und das auf der ganzen Welt von fast allen Websites. Der ganze Vorgang, die verschiedene Wege, auf denen die Daten in Silicon Valley gelangen, wird seit gut drei Jahren auf blog.muinar.ch beschrieben.
Google und Co. haben den Überblick. Sie sehen die Bewegungen auf der ganzen Welt. Was neu ist mit der eID: Die amtliche Beglaubigung der Staaten für die übermittelten Daten, der Pass gewissermassen. Sie melden sich mit der eID an und das sehen Google und Co. Google und Co. sehen, ob sie sich auf einer Website mit der eID ausweisen, denn sie stellen ganz einfach am Website-Code fest, welche Websites etwas gegen Vorweisen der eID anbieten. Und sie sehen dann genau, ob einer über diese Hürde kommt oder nicht. Diese amtlich beglaubigten Daten sind nun wesentlich mehr wert auf dem weltweiten Markt der Cookies und Benutzerdaten. Und hierin besteht die grosse unerkannte Gefahr.
Weniger in der staatlichen Überwachung oder im chinesischen Sozialkreditsystem, sondern darin, dass unsere amtlichen Passdaten, welche heute fast nirgends abgefragt werden, ausser vielleicht beim Grenzübertritt, ein fester Bestandteil des Internets werden: In den Datenbanken von Big Tech, bei denen fast alle Datenströme letztendlich münden. Bei Google und Co, welche im Grunde Überwachungskonzerne sind.
Es gibt einen amerikanischen Spruch: He who knows you, owns you. Wer dich kennt, beherrscht dich. Das neue Sklaventum besteht darin, dass Big Tech dich auswendig kennen, deine Interessen, mit Google Watch deinen Puls und mit den digitalen Währungen, auch das wofür du tagaus, tagein Geld ausgibst. Der Staat und dort die Nationalbank kennt deine Ausgaben im Schweizer Franken, aber nicht in den ganzen anderen digitalen Währungen, als da sind digitaler Euro, digitaler Dollar, Rubel, Renminbi, Yuan und die ganzen nicht-staatlichen digitalen Währungen, die es dazu geben wird. Als Konkurrenz selbstverständlich zu den staatlichen Währungen. Es gibt aber 1 Akteur, der all diese Ausgaben kennt: Big Tech, Google und Co.
Ahnen Sie langsam die immense Gefahr, die da lauert? Nicht die Hacker, die von einer Domain die Daten erbeuten. Nicht der Staat, der dich vielleicht heimlich über ein trojanisches Pferd beobachtet. Es gab auch vor zwanzig Jahren schon staatliche Beobachtungen und Raub. Hier geht es um etwas, das um Dimensionen grösser ist, ultimativer. Es ist ein Dienst, dem Sie täglich vertrauen. Google, für den die Menschheit ein Verb kreiert hat: Googeln. Ein Weltkonzern, der zahlreiche Gratis-Tools programmiert hat, mit denen WordPress und Co. ihm Ihre Besucherdaten zukommen lässt - jeden Tag, das ganze Jahr über, schon jetzt, als Fakt.
Dieser Raub findet täglich millionenfach statt, bei jedem von uns. Dennoch wird es nie thematisiert. Oder vielleicht gerade darum. Dieser Raub ist unendlich umfangreicher, schon heute real. Er kommt nie in den Medien - und das zählt auch zur Strategie.
Während bei der eID der Schweizer Staat stolz ist oder stolz sein kann auf die dezentralen Daten auf den Handys, kommt bei Big Tech am Ende doch wieder alles zentral zusammen. Über die Firmen, welche uns gegen Vorweisen der eID etwas anbieten; diese haben eine WordPress- oder sonstige Website, welche die Daten in Silicon Valley spediert oder sie speichern Word-Dateien über Office365, beispielsweise Schulen. Sie haben einen Shop, der die Daten ebenfalls ins Silicon Valley spediert, weil die eingekaufte Shop-Software darauf ausgerichtet ist, in Zukunft mit den diversen digitalen Währungen, welche nur von Big Tech insgesamt erfasst und ausgewertet werden können.
Big Tech ist also die grosse, die eigentliche Gefahr hinter der eID. Von dort stammt auch der plötzliche Bedarf in mehreren Ländern. In ihnen laufen die Daten am Ende wieder zusammen, aufgewertet mit Pass. Ein Booster für den internationalen Datenhandel! Bisher brauchte man die Identität nur selten nachweisen. In Zukunft erfordern Asoziale und andere Medien, Swisscom, SBB und all die anderen, die uns etwas gegen die eID verkaufen können, diese Daten.
Das Internet ist dann ein tatsächliches Spinnennetz, wo man gefangen gehen kann. Und das ist die Bedeutung von *Web*. Ansonsten würde man es World Wide *Net* nennen. Und das ist eine andere Geschichte.
Dies ist ein weiter Beitrag zum Thema: Wenn es keiner sagt, sag's halt ich. Weitere Videos sehen Sie jederzeit auf blog.muinar.ch, überwachungsfrei und werbeunterbrechungsfrei. Sie können auch auf blog.muinar.ch das Video liken, abonnieren und kommentieren, ohne irgendeinen Algorithmus zu triggern. Wenn Sie eine Website brauchen, welche Ihre Besucherdaten *nicht* in Silicon Valley spediert, schauen Sie auf muinar.ch vorbei. Wenn Sie das Video interessant fanden, verbreiten Sie es weiter, liken Sie es auf blog.muinar.ch oder abonnieren Sie es, damit Sie beim nächsten Video benachrichtigt werden. Das war's für heute. Herzlichen Dank fürs Reinschauen und bis zum nächsten Video.