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Die e-ID ist ein weiterer Schritt in die weltweite Digitalisierung, welche all unsere Daten milliardenfach ins Silicon-Valley spediert. Jedoch, langsam merken wir: Das Leben, die Natur, wir selbst - alles ist analog.

«Altersverifikation dient der Agenda oO»

Dreissig Jahre lang war Jugendschutz im Internet kein Thema. Plötzlich braucht man ihn, international oO

o 30 Jahre lang dachte niemand an Altersverifikation
o Nächstens kommt die eID und die Altersverifikation
o Mit der eID können sehr viele ihr Alter angeben
o Der Staat sieht es nicht - aber Gugl & Co.
o Mit Alter und Echtnamen wird man identifiziert
o Die Identifikation findet bei den Asozialen Medien statt
o Von dort aus erkennt Sie Gugl auf den restlichen Websites

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Man macht ein Gesetz, gibt es in die Vernehmlassung und fragt konkret nach dem gewünschten Ergebnis. Mit anderen Worten, man braucht Aussagen zum Jugendschutz, denn das hatten wir bisher nicht, dreissig Jahre lang nicht. Und es funktioniert: Viele Kantone, Parteien, Vereine, NGOs äussern sich tatsächlich. "Wir brauchen Jugendschutz. Wir fordern heute einen Schutz der Minderjährigen." Dem kommt die Legislative gerne entgegen: Sie hat jetzt das Volk, welches solche Bestimmungen will.

Altersverifikation dient der Agenda. Pünktlich zur E-ID-Abstimmung wurde nach Jugendschutz gerufen. So forderte eine Petition mehr Jugendschutz bei den asozialen Medien. Im Internet gab es das bisher nicht, Jugendschutz. Es konnte keinen geben, denn das Internet ist ja anonym. Wenn die Internetnutzer anonym sind, dann weiss man auch ihr Alter nicht. Dreissig Jahre lang wusste man das Alter nicht und jetzt plötzlich, das ist seltsam. Warum sollte es jetzt gepusht werden? Mit der E-ID um die Ecke, mit der man zeigen kann, dass man genügend alt ist, ohne den Geburtstag zu verraten, was zugegebenermassen sehr elegant ist.

Aber wozu will man das jetzt vorantreiben, nachdem es dreissig Jahre lang keinen interessiert hat? Man hat sogar ein neues Gesetz lanciert, das KomPG, das Bundesgesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen. Das KomPG ging im Oktober 2025 in die Vernehmlassung. Das Gesetz, wie es formuliert ist, klingt voll in Ordnung:

'Der Bundesrat will die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer im digitalen Rahmen stärken und sehr große Kommunikationsplattformen sowie Suchmaschinen zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten. Mit einem neuen Gesetz sollen zentrale Regeln für Dienste wie Facebook, X, TikTok und Google gesetzlich verankert werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 29. Oktober 2025 entschieden. Interessierte Kreise können bis am 16. Februar 2026 zur Vorlage Stellung nehmen.'

Jedoch die Teilnehmer der Vernehmlassung werden konkret darum gebeten, sich zum Jugendschutz zu äussern! 'Die Vernehmlassungsadressaten werden eingeladen, bis zum 16. Februar 2026 zur Vorlage Stellung zu nehmen. Zudem werden sie gebeten, sich zu konkreten Fragen zum Jugendschutz und zum Meldeverfahren zu äussern.'

Also, man macht ein Gesetz, gibt es in die Vernehmlassung und fragt konkret nach dem gewünschten Ergebnis. Mit anderen Worten: Man braucht Aussagen zum Jugendschutz, denn das hatten wir bisher nicht, dreissig Jahre lang nicht. Und es funktioniert: Viele Kantone, Parteien, Vereine, NGOs äussern sich tatsächlich: "Wir brauchen Jugendschutz. Wir fordern heute einen Schutz der Minderjährigen." Dem kommt die Legislative gerne entgegen. Sie hat jetzt das Volk, welches solche Bestimmungen will.

Was wird sich auf den sehr grossen asozialen Medien ändern? Denn um diese geht es, die sehr grossen. Sie können dort einen QR-Code scannen mit der E-ID-App. Das asoziale Medium wird nach mehr fragen, als: "Sind Sie schon sechzehn?" Es wird nach dem ganzen Geburtsdatum fragen, wie Telegram zum Beispiel. "Damit deine Freunde wissen, wann du feierst", heisst es dort. Doch jetzt ist es nicht mehr freiwillig. Es wird einfach ausgefüllt, das echte Geburtsdatum. Und was bedeutet das jetzt für das asoziale Medium?

Der volle Name und das echte Geburtsdatum bedeuten einen mega Mehrwert, denn diese Daten sind amtlich beglaubigt! Diese Daten sind auf dem Markt ungleich mehr wert. Den asozialen Medien beschert das einen höheren Umsatz im Datenhandel. Und für Google ist das im Ankauf auch wesentlich mehr wert, wenn er diese heissen Daten nicht schon selbst ergattert hat.

Die asozialen Medien werden der Ort der Identifizierung sein, der Ort, wo sie die Besucher zwangsläufig identifizieren werden, mit vollem Namen und echtem Geburtsdatum. Von dort ziehen sich deutlich Spuren in die Abermillionen Websites ohne E-ID-Anmeldung, die in der absoluten Mehrheit sind, jedoch Google und Co. Haben dort ihre Tools und Cookies gesetzt. Google sieht also, wer amtlich beglaubigt die asozialen Medien verlässt und verfolgt erfreut die klar identifizierten Spuren durchs Internet!

Des ganzen Internets? Nein, ein paar Webdesigner haben keine Cookies und keine Google Tools auf ihren Websites. Die freuen sich bestimmt über Ihren Auftrag. Und ausserdem:

Wer braucht dann noch die asozialen Medien?

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